Axolotl (“Wassermonster”) (Ambystoma mexicanum)
|
|
|
Größe und Alter
25 cm und mehr, bis zu 300g, 10-15 Jahre, selten auch 25 Jahre
Vorkommen
endemisch (nur dort vorkommend) im Xochimilco- und Chalcosee; sind durch anthropogene (menschliche) Einflüsse (wie die Trockenlegung des Xochimilcos zur Erweiterung von Mexico City) so gut wie ausgestorben
Geschlechtsunterschiede
weibliche Tiere sind etwas rundlicher; geschlechtsreife Männchen zeigen stärker geschwollene Kloakaldrüsen
Besonderheiten
Fortpflanzung trotz larvaler Merkmale (Neotonie), verbleiben ihr gesamtes Leben im Wasser, können Gliedmaßen komplett regenerieren
Aquarium
Für ein Pärchen sollte das Aquarium mindestens ein Volumen von 80-100 Litern aufweisen.
Einrichtung
An die Einrichtung des Becken werden keine hohen Ansprüche gestellt. Ausreichende Anzahl an Versteckmöglichkeiten, Bodengrund aus Kies und ein Filter, der keine allzu große Strömung erzeugt, sollten vorhanden sein. Die Tiere müssen ungehindert an die Wasseroberfläche schwimmen können. Neben der Atmung über die Haut und die Kiemen können sie nämlich auch Luftsauerstoff über Luftsäcke aufnehmen, wenn die Sauerstoffkonzentration im Wasser zu niedrig ist. Zur Beckenbepflanzung eignen sich nur robuste Pflanzen wie Javafarn und Speerblattarten.
Wasserwerte
Die Tiere sind nicht sehr empfindlich hinsichtlich der Wasserparameter. Es sollte jedoch nicht zu weich sein. Ein leicht alkalischer pH-Wert (7,5-8) ist geeignet. Werte von 3,5-5 und 10,5-12 sind für Axolotl tödlich. Die Tiere verunreinigen das Wasser stark durch ihren Kot. Daher ist ein wöchentlicher Wasserwechsel (es kann ruhig ein größerer Teil gewechselt werden) und eine ausreichende Filterung nötig. Die Temperatur sollte 10°C nicht unterschreiten und 25°C nicht überschreiten. 20°C ist optimal. Daher ist eine Heizung nicht nötig.
Nahrung
Axolotl ernähren sich ausschließlich von tierischer Kost. Es sollte möglichst abwechslungsreich gefüttert werden, wobei eine Fütterung von zwei- bis dreimal pro Woche ausreicht. Verfüttert werden können Regenwürmer, Fliegenmaden, Tubifex, Mückenlarven, kleine Fitterfische und Rinderherzstreifen (ist fettarmer als anderes Muskelfleisch). Wichtig ist, das die Stücke nicht zu groß und eher länger sind, da die Tiere die Futterbrocken ansonsten nicht runterschlucken und wieder ausspucken. Jungtiere benötigen kleinere Futterorganismen. In ihrer ersten Larvenzeit benötigen die Larven Artemia-Neuplien (Salinenkrebschen). Diese kann man selbst aus Eiern im Salzwasser züchten. Vor dem Verfüttern müssen sie im Süßwasser gespült werden, um sie von anhaftendem Salz zu befreien. Es muss darauf geachtet werden nur geschlüpfte Artemia-Neuplien und keine Eier oder Eierschalen zu verfüttern. Diese führen bei den Axolotl-Larven zu Verstopfungen und im schlimmsten Fall zum Tod.
Winterruhe
Eine Winterruhe ist für die Gesunderhaltung der Tiere und für die Zucht unabdingbar. Dazu wird die Wassertemperatur über einige Wochen schrittweise auf 12-14°C heruntergekühlt. Während der Winterruhe stellen die Tiere das Fressen ein. Nach einigen Wochen erhöht man die Temperatur wieder schrittweise auf 20°C.
Zucht
Wie bei den meisten Schwanzlurchen setzt das Männchen eine Spermatophore (Samenpaket) auf den Boden ab, die dann von dem Weibchen in die Kloake aufgenommen wird. Die Gelegegröße schwankt zwischen 100 und 150 Eiern. Entweder man setzt das Zuchtpaar in das Aquarium in das die Jungen aufgezogen werden sollen oder man entfernt nach der Eiablage die Eier vorsichtig. Abgestorbene Anteile des Laichs sollten regelmäßig entfernt werden. Nach ungefähr 2 Wochen schlüpfen die Larven. In den ersten zwei bis drei Tagen zehren die Larven noch von ihrem Dottervorrat. Für die Wasserparameter gelten dieselben Vorgaben wie bei den Adulti (erwachsene Tiere).


