Stirnlappenbasilisk (Basiliscus plumifrons)
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Herkunft
Schmales Verbreitungsgebiet in Mittelamerika, vom Osten Honduras über Nicaragua und Costa Rica bis Panama
Größe und Alter
Kopf-Rumpf-Länge 17-23cm, der Schwanz ist bis zu dreimal länger als die KRL. Die Durchschnittliche Gesamtlänge von im Terrarium gepflegten Tieren liegt bei 68cm.
10-13 Jahre
Geschlechtsunterschiede
Unterscheidung erst ab dem 10. Monat möglich. Zu diesem Zeitpunkt beginnen sich nämlich die Segel und der Stirnlappen des Männchens auszubilden. Anhand der Kloakenregion ist kein Geschlechtsunterschied festzustellen.
Besonderheiten
Die Tiere erreichen bei der Flucht oder Jagd so hohe Geschwindigkeiten das sie sogar über Wasser laufen können. Eine Aufnahme davon, aufgenommen von einer Hochgeschwindigkeitskamera finden Sie unter diesem Link: http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,329607,00.html
Erwerb
In einem Zoofachgeschäft aber besser beim Züchter. Der Vorteil beim Züchter ist, dass man ganz genau weiß woher die Tiere stammen und man kann sich noch die letzten ungeklärten Fragen beantworten lassen. Von Wildfängen oder Farmzuchten ist grundsätzlich abzuraten.
Terrarium
Einen männlichen Stirnlappenbasilisken sollte man mit 2-3 Weibchen halten da der ständige Drang sich zu paaren für 1 Weibchen zu viel Stress bedeuten würde. Bedingt durch diese Tatsache und die hohe Agilität der Tiere versteht man die anfänglich sehr groß erscheinenden Maße aus dem „Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien“ (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten): 4 x 3 x 5 (KRL) für ein Pärchen. Somit ergibt sich hier schon ein Becken mit den Maßen: 92cm x 69cm x 115 cm (L x B x H). Für jedes weitere Tiere kommen noch mal 15 % dazu. Bei 1 Männchen und 3 Weibchen ergibt sich also eine Beckengröße von ca.: 120cm x 90cm x 150cm. Natürlich gilt auch hier je größer je besser!!! Mehrere Männchen dürfen nicht in einem Terrarium gehalten werden.
Einrichtung
Regenwaldbecken, Kletteräste (der Größe der Tiere entsprechend), Wasserteil. Der Wasserteil sollte mit 25 °C beheizt sein und mindestens der doppelten Körperlänge des Tieres entsprechen. Ein beheizter Wasserteil hat den Vorteil, dass er auch gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit erhöht.
Klima
Tropisch feucht, Temperaturen tagsüber von 28°C – 33°C, nachts 20°C – 25°C.
Luftfeuchtigkeit tagsüber 70 % - 85%, nachts 80% - 95%
Mai bis November : „Regenzeit“
Dezember bis April : „Trockenzeit“
Beleuchtung
Sonnenplätze mit hoher UVA und UVB Ausleuchtung zur Erwärmung des Beckens und der Tiere sollten sich mit schattigen Plätzen abwechseln.
ca. 9 Monate Sommer – Beleuchtungsdauer : 12 - 14 Stunden
ca. 3 Monate Winter – Beleuchtungsdauer: 10 – 12 Stunden
Nahrung
Heuschrecken, Zophobas, Grillen, Heimchen, Babymäuse, Schnecken (Vorsicht beim selber sammeln, keine geschützten Arten wie Weinbergschnecken verfüttern!), Pinkys (Maden), Argentinische Waldschaben, Rosenkäferlarven, Mehlwürmer, Regenwürmer. Sämtliche Futtertiere sind natürlich regelmäßig mit Vitamin-/Calzium-/Phosphor-Pulver zu bestäuben.
Winterruhe
Eine Winterruhe im eigentlichen Sinn wird bei Stirnlappenbasilisken nicht durchgeführt. Man reduziert/steigert die Beleuchtungsdauer und die Temperatur mit dem Verlauf der Jahreszeiten um den Tieren einen natürlichen Biorhythmus zu bieten. Ein solcher Biorhythmus wirkt sich auch sehr gut auf das Paarungsverhalten aus.
Zucht
Das Männchen jagt das ausgewählte Weibchen unter heftigem Kopfnicken einige Zeit durch das Becken und versucht einen Paarungsbiss im Nacken anzubringen. Gelingt im dies beginnt die eigentliche Paarung welche in den meisten Fällen nur 2 – 5 Minuten dauert. Nach ca. 2 Monaten Tragzeit erfolgt die Eiablage. Nach 60 bis 140 Tagen bei 26°C bis 29°C und 90% Luftfeuchtigkeit in einem Inkubator schlüpfen die Jungtiere. Bis die Bauchdecke bei den Babys komplett geschlossen ist sollten sie auf Küchenpapier gehalten werden danach überführt man sie in ein Becken das so eingerichtet ist wie das der Eltern. Die Jungtiere werden ebenfalls mit demselben Futter versorgt wie die Erwachsenen Tiere, nur alles etwas kleiner.

