Eierschlange (Dasypeltis atra)
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unsere beiden Eierschlangen heißen Bonnie und Clyde
Vorkommen
Das natürliche Habitat der Eierschlage ist trockenes Wald- und Buschland des afrikanischen Kontinents. Entsprechend wird das Terrarium als Trockenterrarium eingerichtet.
Besonderheiten
Eierschlangen sind relativ leicht zu halten und daher auch für den Schlangeneinsteiger geeignet. Sie sind ungiftig, nicht aggressiv und haben (fast) keine Zähne. In der fehlenden Bezahnung ist auch die Verteidigungsstrategie der Afrikanischen Eierschlange begründet. Die zahnlose, ungiftige Schlange ist eigentlich wehrlos. Dies versucht sie zu vertuschen, indem die Zeichnung einer jeweils in der gleichen Region lebenden Giftschlange nachempfunden ist. Zudem reibt sie die Körperschuppen aneinander, so dass ein rasselndes Geräusch entsteht was durch Fauchen noch untermalt wird. Der Hals wird seitlich platt abgespalten und das Maul so weit geöffnet, dass die Mundschleimhaut sichtbar wird. Dann sieht sie aus wie eine Kobra. Wenn die Eierschlange zubeißt, beißt sie absichtlich daneben, damit der Gegner das Fehlen der Zähne nicht bemerkt.
Terrarium
Das Terrarium sollte mindestens 80 x 40 cm groß sein (für ausgewachsene Tiere) und mindestens 60 cm hoch, damit ein ausreichend hoher Kletterast angebracht werden kann.
Einrichtung
Wir halten unsere Schlangen auf Sand. Einige Steine und Steinplatten oder Korkrinden sollten der Schlange als Unterschlupf dienen. Ein höherer Kletterast darf natürlich nicht fehlen, da Eierschlangen in der Natur Vogelnester ausnehmen, die ja häufig auf Bäumen zu finden sind. Eierschlangen klettern gut und viel.
Eine Wasserschale mit frischem Wasser darf bei keiner Schlange fehlen und wird auch gelegentlich als Badebecken genutzt.
Klima/Beleuchtung
Temperatur ca. 25 bis ca. 30 Grad Celsius, Nachts ist eine Absenkung um 5 Grad erforderlich. Auf eine Winterruhe sollte nicht verzichtet werden. Die Luftfeuchtigkeit sollte ca. 40 - 60 % betragen. Beleuchtet wird das Terrarium ca. 12 bis 14 Stunden pro Tag.
Nahrung
Das wichtigste Argument für oder gegen Eierschlangen dürfte wohl die Beschaffung der Nahrung sein, da ausschließlich Eier gefressen werden und die überall verfügbaren Hühnereier nur für ausgewachsene Weibchen in Frage kommen. In der Regel füttert man abhängig von der Größe des Tieres Eier von Singvögeln (Finken), Wellensittichen oder Wachteln. Die Eier stammen von Vogelarten, die entweder besonders legefreudig sind oder in großen Zahlen gehalten werden. Man muss also entweder die Versorgung durch einen Vogelhalter sicherstellen oder selber Vögel halten. Eierschlangen können am verschlossenen Ei riechen, ob es noch frisch ist. Die meisten Halter füttern ihre Schlange ca. alle 10 - 14 Tage. Aber auch einmal im Monat kann ausreichend sein. Es werden in der Regel mehrere Eier bei einer Fütterung genommen. Junge Schlangen im ersten Jahr fressen ca. 1 - 2 Eier pro Woche.
