Kalifornische Kettennatter (Lampropeltis getula californiae)
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Größe
Kalifornische Kettennattern werden etwa 90–150 cm lang. Selten wird eine Länge von 150 cm überschritten.
Vorkommen
Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Mexiko bis in den Nordwesten der USA. Sie lebt in der Wüste, auf kultiviertem Gras- und Ackerland, in Flussniederungen sowie in Laub- und Nadelwäldern. Die Art ist tag- allerdings verstärkt nacht- und dämmerungsaktiv.
Geschlechtsunterschiede
Äußerlich keine großen Unterschiede. Die Schwanzspitze der Männchen kann etwas länger und dicker sein als beim Weibchen. Für eine genaue Geschlechtsbestimmung muss das Tier von einem Fachmann bzw. Tierarzt sondiert werden.
Besonderheiten
Die Kalifornische Kettennatter ist eine der 9 Unterarten der Gattung Lampropeltis getula. Es gibt verschieden gezeichnete Exemplare, sowohl gestreifte als auch geringelte. Allerdings überwiegen in der Natur und im Terrarium die geringelten Tiere. Kettennattern sind keine Kuschelschlangen und auch keine „Anfängerschlangen. Die Jungtiere sind sehr nervös, führen häufig Abwehrbisse aus, fangen an zu koten und sondern ein stark riechendes Sekret ab. Dieses Verhalten legt sich jedoch nach regelmäßigem Handling relativ bald.
Terrarium
Durch die geringe Größe dieser Art ist ein Großraumterrarium nicht nötig, allerdings sollte man einem Tier mit Beispielhaft 100 cm Länge mindestens die Größe 1,0 x 0,5 x 0,5 (multipliziert mit der Länge des Tieres) zur Verfügung stellen (aus dem „Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien“; Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten).
Einrichtung
Kettennattern leben wie bereits oben beschrieben in verschiedenen Vegetationen. In der Wüste, in Wäldern, dementsprechend sollte man das Terrarium natürlich einrichten. Ich bevorzuge ein Sand-Pinienrindegemisch für die Tiere um ihnen ein artgerechtes Verhalten zu ermöglichen, da diese Tiere für ihr leben gerne wühlen und sich ständig Verstecken. Ich konnte bei meinem Tier sogar eine Art Tunnelbau feststellen. Natürlich sollten genügend Klettermöglichkeiten, sowie eine Pflanze (Kunstpflanze oder Natur) im Terrarium vorhanden sein. Eine gut gefüllte Wasserschale darf nicht fehlen. Ich persönlich halte nichts von der Auslage mit Zeitung im Terrarium (aus hygienischen Gründen). In der freien Natur gibt es ebenfalls Parasiten und Bakterien, diese sind erforderlich um das Immunsystem des Tieres zu stärken. Eine fast sterile Haltung ist auf längere Sicht für das Tier gefährlich, hinzukommt, dass eine artgerechte Haltung mit Zeitungspapier o.ä. nicht erreicht werden kann, da dort das Tier keine typischen Versteckmöglichkeiten hat.
Klima/Beleuchtung
Eine artgerechte Haltung von Kalifornischen Kettennattern wird ihr in einem sogenannten Heißraumterrarium ermöglicht. Hier sollte die Temperatur tagsüber bei ca. 25-30°C liegen und nachts auf 18- 22 °C absinken. Entgegen der Meinung von vielen Experten halte ich es durchaus auch für möglich die Nachttemperatur noch weiter absinken zu lassen, da in der freien Natur in der Nacht durchaus Temperaturen von unter 18 °C erreicht werden. Eine Wärmelampe mit 80 Watt sollte für die o.g. Größe ausreichend sein um das Terrarium optimal zu beheizen. TIP: Halogenlampen erhitzen sich weitaus höher und produzieren mehr Wärme als normale Spotstrahler. Die relative Luftfeuchte sollte bei ca. 50 – max. 70% liegen.
Ernährung
Da die Schlangen am Anfang sehr lange klein bleiben, ist es erforderlich Mäusebabys zu füttern. Diese muss man sich entweder selbst züchten oder sie kaufen. Man wird im Handel keine Mäusebabys lebend zu kaufen bekommen, da dies (durch die Entnahme von der Mutter) Tierquälerei wäre. Also ist die einzige Möglichkeit Frostfutter.
Später kommen Kleinsäuger (Mäuse, junge Ratten), Jungvögel, Echsen, Schlangen und Frösche hinzu. Ja richtig, Schlangen. Es ist bei Kettennattern oft möglich, dass bei zu großen Größenunterschieden Kannibalismus auftritt. Dementsprechend empfehle ich eine gesonderte Haltung von unterschiedlich großen Lampropelten.

