Maurische Landschildkröte (Testudo graeca)

Größe

Carapaxlänge (Panzerlänge) bis 30 cm

Vorkommen

Lockere Waldbestände, steppenartige Landstiche und Kulturländereien;Östliche Seite des Balkans, südliche Pyrenäenhalbinsel, Nordafrika und Südwest-Asien

Geschlechtsunterschiede

Bauchpanzer beim Männchen eingebuchtet und Schwanz an der Basis dicker; Weibchen werden meistens Größer.

Terrarium

Im Sommer im Freilandterrarium, ansonsten im Zimmerterrarium, das nicht zu klein sein sollte. Für zwei Erwachsene Tiere Minimum 150 cm x 100 cm x 60 cm (Länge x Breite x Höhe).

Einrichtung

Als Bodengrund eignet sich am Besten ein Sand-Erde-Gemisch, das mindestens 10-15 cm hoch sein sollte, da sich die Tiere gerne eingraben. Auf gar keinen fall sollte man Buchenspäne verwenden! (Auf unseren Ausstellungen sind meine Schildkröten auch auf Buchenspäne gehalten, doch das hat nur hygienenische Gründe für die Vereinsbecken und den Veranstaltungsort, um dort nicht irgendwelches Ungeziefer einzuschleppen. Auch in einigen Zooläden werden Landschildkröten nur aus hygienischen Gründen auf Buchenspäne gehalten, da dort meistens der Besatz wechselt sind so die Terrarien am Schnellsten und Gründlichsten zu säubern. Landschildkröten auf Buchenspäne ist keine artgerechte Haltung!) Landschildkröten brauchen extrem viel UV-Licht, deshalb muss im Terrarium eine gute UV-Lampe verwendet werden, ansonsten bekommen die Tiere Panzererweichung, wie Rachitis.

Klima

Temperaturgradient zwischen 25 und 35°C

Nahrung

Es werden Gräser, Kräuter, Gemüse und Obst sowie Regenwürmer und Nacktschnecken genommen. Der Größte Fehler, der in der Haltung der Landschildkröten gemacht wird ist, dass man meint es wäre mit ein bisschen Grünzeug getan. Doch weit gefehlt. Ganz egal Welchen Salat man gibt, Salat hat für die Tiere keinen Nährwert. Er dient nur als Beifutter. Im Sommer heißt es Löwenzahn, Vogelmiere, Klee usw. zu suchen genauso Nacktschnecken und Regenwürmer. 2x pro Woche sollte die Nahrung mit einem Vitamin-Mineralstoffpulver bestäubt werden.

Winterruhe

Überwinterung bei 5 –10°C in einer Styroporbox. Diese ist mit halbfeuchter Erde befüllt, in die sich die Tiere eingraben können. Die Winterruhe sollte zwischen 3 und 4 Monate betragen. 2 Wochen vor der Winterruhe dürfen die Tiere nicht mehr gefüttert werden. 1 Woche vorher werden die Tiere zur Darmentleerung mehre Male in lauwarmem Wasser gebadet. Der Darm muss entleert sein, da die Tiere während der Winterruhe ihre Verdauungstätigkeit einstellen. Befindet sich dann noch Nahrung im Darm kommt es zur Fäulnisprozessen an denen die Tiere sterben.

Fortpflanzung

Paarungszeit nach der Winterruhe etwa April/Mai; eine zweite  Paarung findet im August statt; Eiablagen im Juni, Juli; es werden 2-10 Eier gelegt; die Jungtiere schlüpfen im August/September